Infothek · Technischer Support
Technischer Support
Der Ingenieur, der Ihr Angebot erstellt, betreut Sie auch danach – von der Zeichnungsprüfung bis zur Montage vor Ort. Was die drei Phasen jeweils umfassen, sehen Sie hier.
Anfrage und Auslegung (vor dem Auftrag)
- ·Prüfung von Zeichnung und Betriebsbedingungen mit DFM-Rückmeldung – wir benennen die Kostentreiber bei Toleranzen und Wärmebehandlung
- ·Ohne Zeichnung erstellen wir ein Aufmaß nach Muster oder legen die Spezifikation nach AGMA- / ISO-Klasse für Sie fest
- ·Muster zuerst: Freigabe der Serie erst nach erfolgreicher Kleinserienerprobung
Fertigung und Verfolgung (während der Produktion)
- ·Fotos und Videos an den wichtigsten Arbeitsgängen – Sie müssen dem Status nicht hinterherlaufen
- ·Fertigungsbegleitende Prüfung und Erstmusterprüfung erfolgen streng nach Zeichnung; bei Abweichungen stoppen wir zuerst die Linie und stimmen uns dann ab
- ·Terminverschiebungen melden wir frühzeitig, nie erst kurz vor dem Versand
Lieferung und Service (nach dem Kauf)
- ·Werkstoffzeugnis und Wärmebehandlungsprotokoll werden mit der Ware versandt
- ·Montageunterstützung: Anziehmomente für Spannsätze, Kupplungsausrichtung und mehr – auch aus der Ferne
- ·Probleme bei Montage oder Genauigkeit behandeln wir vorrangig; Ersatzteile versenden wir bei Bedarf separat
Technische Anfragen beantworten wir innerhalb von 24 Stunden (Arbeitstage, GMT+8). Senden Sie uns eine Zeichnung, dann geht es los.
Mit einem Ingenieur sprechen →Acht Stufen, ein Qualitätssystem
Fertigungsablauf →- 01 · Zeichnungsprüfung — Das Technikteam schließt die Zeichnungsprüfung innerhalb eines Arbeitstags ab. Merkmale, die mehrdeutig oder schwer fertigbar sind, die Genauigkeit beeinträchtigen könnten oder sich durch ein anderes Verfahren günstiger herstellen lassen, sprechen wir von uns aus an und schlagen Alternativen vor.
- 02 · Angebot — Das Angebot liegt innerhalb von 24 Stunden vor und weist die Kosten nach Positionen aus: Rohmaterial, Zerspanung, Wärmebehandlung, Schleifen und Prüfung. So ist nachvollziehbar, welcher Fertigungsschritt hinter welchem Kostenanteil steht.
- 03 · Auftragsbestätigung und Materialbereitstellung — Nach Auftragsbestätigung durch den Kunden lösen wir noch am selben Tag die Materialbestellung bei unseren Stahlpartnern aus. Übliches Stangenmaterial trifft in der Regel in 3–5 Tagen ein.
- 04 · Zerspanung — Drehen, Wälzfräsen und Fräsen erfolgen nach Zeichnungsvorgabe. Vor dem Erstteil prüft und bestätigt der Werksleiter das CNC-Programm, damit die Bearbeitungsbahn den Zeichnungsvorgaben entspricht.
- 05 · Wärmebehandlung — Je nach Zeichnungsvorgabe führen wir Einsatzhärten, Nitrieren, Induktionshärten oder Vergüten durch. Zu jedem Los wird ein Wärmebehandlungsprotokoll aufbewahrt und dem Fertigungslos zugeordnet.
- 06 · Feinschleifen — Nach der Wärmebehandlung werden Zahnflanken, Lagersitze und Passflächen geschliffen, bis Maße, Toleranzen und Oberflächengüte der Zeichnung erreicht sind. Weil erst nach dem Härten fein geschliffen wird, wirkt sich der Härteverzug nicht mehr auf die Genauigkeit aus.
- 07 · Prüfung — Die Maßprüfung erfolgt auf dem Koordinatenmessgerät; bei Zahnrädern prüfen wir Teilung, Profil, Flankenlinie und Rundlauf zusätzlich auf dem Verzahnungsmesszentrum. Die Messdaten werden im Werk nach Losnummer archiviert und dienen als Grundlage für die Versandfreigabe.
- 08 · Verpackung und Versand — Vor dem Versand werden die Teile mit Korrosionsschutzöl behandelt, mit Losetiketten versehen und nach der vom Kunden vorgegebenen Verpackungsspezifikation verpackt. Luft- und Seefracht sowie internationale DDP-Lieferung sind möglich.
Prüfmittel
Prüfkompetenz →- PREC60 Universal-Verzahnungsmesszentrum (Klingelnberg-Typ) — In einer Aufspannung lassen sich Teilungs-, Profil- und Flankenlinienabweichung sowie der Rundlauf prüfen. Mit diesem Gerät allein ist die Freigabe von Zahnrädern der Klasse ISO 1328 Klasse 5 möglich.
- Koordinatenmessgerät (KMG) — Der Messbereich umfasst Werkstücke bis Ø0–800 mm. Genutzt wird das Gerät vor allem für Zahnradrohlinge, Bohrungen, Koaxialität, Position und allgemeine Maßgenauigkeit.
- Optischer Profilprojektor — Für die schnelle optische Prüfung von Zahnprofilen, Gewindeformen, Fasen und Radien.
- Rauheitsmessgerät | Mitutoyo SJ-410 — Messbar sind Oberflächenkenngrößen wie Ra, Rz, Rmax und Welligkeit. Alle geschliffenen Flächen lassen sich nach Zeichnungsvorgabe auf Oberflächengüte prüfen.
- Härteprüfgeräte | Rockwell + Vickers + Brinell — Der Härtemessbereich reicht von 20 bis 70 HRC; für besondere Werkstoffe oder Einsatzbedingungen prüfen wir zusätzlich nach HV oder HB.
- Magnetpulverprüfung / Farbeindringprüfung — Auf Kundenwunsch führen wir eine Rissprüfung an hoch belasteten Teilen durch – geeignet für Antriebskomponenten mit erhöhten Anforderungen an Dauerfestigkeit und Sicherheit.
Was erfasst wird
Rückverfolgbarkeit →- 01 · Werkstoff | Werkszeugnis des Stahlwerks — Jedem Fertigungslos liegt ein Werkstoffzeugnis nach EN 10204 3.1 bei. Über die Schmelzennummer lassen sich Stahlwerk und Rohmaterialcharge zurückverfolgen.
- 02 · Zerspanungsprotokoll — Version des CNC-Programms, Kennnummer des Bedieners, Maschinennummer und Bearbeitungsdatum werden erfasst und je Fertigungslos archiviert.
- 03 · Wärmebehandlungsprotokoll — Ofenchargennummer, Temperaturverlauf und Ergebnisse der Härteprüfung werden erfasst und dem jeweiligen Fertigungslos zugeordnet.
- 04 · Schleifprotokoll — Verschleißzustand von Schleifscheibe und Werkzeug sowie die fertigungsbegleitenden Maßprüfungen werden dokumentiert, damit die entscheidenden Feinbearbeitungsschritte rückverfolgbar bleiben.
- 05 · Prüfprotokoll — Die Aufzeichnungen der Koordinatenmessung werden archiviert, bei Zahnrädern zusätzlich die Protokolle des Verzahnungsmesszentrums. Alle Prüfaufzeichnungen sind mit der Losnummer des Produkts verknüpft.
- 06 · Versandetikett — Auf jedem Teileetikett ist die Losnummer aufgedruckt. Über diese Nummer lassen sich das Teil selbst und die oben genannten fünf Qualitätsaufzeichnungen schnell zuordnen.
